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Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft

„ Ich habe in meiner beruflichen Laufbahn noch kaum einen Künstler von seiner Qualität kennengelernt, der gleichzeitig  so vielseitig begabt ist und über alle Managerqualitäten verfügt.“                      

Prof. Dr. Eckard Heintz (INK-Podium, HfMusik München) über Andreas Hérm Baumgartner

 

Anlässlich des 100. Geburtstages Karl Amadeus Hartmanns (1905 – 1963) im Jahr 2005, wurde die Int.-Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft e.V. im Herbst 2004 ins Leben gerufen. Nach einem unglücklichen Start hat sich Andreas Hérm Baumgartner im Sommer 2006 bereiterklärt, als kommissarischer Geschäftsführer der in mehr als nur in einer Hinsicht in Not geratenen Gesellschaft helfend zur Seite zu stehen.
Zunächst galt es die großen finanziellen Schwierigkeiten zu meistern und die Gesellschaft auf „gesunde“ Beine zu stellen – mit großem Erfolg. Durch Baumgartner gelang der schon totgesagten Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft der Durchbruch. Der Präsident Prof. Udo Zimmermann (Intendant der MUSICA-VIVA-Reihe des Bayerischen Rundfunks, Intendant des Europäischen Zentrums für Zeitgenössische Musik Hellerau), der stellvertretende Vorsitzende Prof. Ulrich Dibelius und der Schriftführer Dr. Bernhard Pfau (Schott-Verlag) baten ihn sofort, die vakante Stelle des Geschäftsführenden Vorsitzenden einzunehmen.
 
 
 
„Stand zunächst die Lösung der finanziellen Probleme der Gesellschaft im Mittelpunkt, habe ich ein halbes Jahr später peu a peu eine Optimierung der anderen Gesellschaftsbelange versucht: so z.B. Sichtung und Archivierung der Originaldokumente und deren Zusammenfassung in einem Katalog, Anfertigung von Scans, wissenschaftliche Erarbeitung und Archivierung der Briefwechsel Karl Amadeus Hartmanns.
 
Für all diese Aufgaben braucht man Menschen, die mit ganzem Herzen dabei sind und es gerne tun – und sich dabei nicht zeitlich überfordert fühlen. Ich habe deshalb versucht zwei Teams zu bilden, die wie zwei konzentrische Kreise zueinander stehen.
 
Den „inneren Kreis“ bildet ein Team mit jungen Musikwissenschaftlern und einem Computerexperten (der bei der Erstellung von Texten mit professionellen Design-Programmen und bei den Scans uns zur Seite steht), die die Archivierung und wissenschaftliche Erarbeitung übernehmen, oder bei der Vorbereitung von Ausstellungen mit mir zusammenarbeiten.
 
Der „äußere Kreis“ besteht aus erfahrenen, einflussreichen und „hochrangigen“ Experten, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen und an die ich mich bei bestimmten Fragen oder Projekten wenden kann – so z.B. den Rektor der Musikwissenschaft. Abteilung an der Universität München, den Präsidenten der Hochschule für Musik und Theater, Vertreter beim Bayerischen Fernsehen und dem Bayerischen Rundfunk, Medienvertreter, GEMA, Schott-Verlag, juristischer Beistand usw..
 
Das sind alles Personen die ein Zeitproblem haben, für die man aber einen ganz individuellen Zeitrahmen finden muss. Eine Überforderung (in jeder Hinsicht) ist kontraproduktiv und führt nur dazu, dass man eine Sache nicht mehr gern macht. Überforderung ist der eigentliche Grund für mangelnde ehrenamtliche Bereitschaft – soweit darf es niemals kommen!
 
Die richtigen Personen für die jeweils passende Aufgabe – das ist die Kunst und manchmal bedarf das auch eines gemeinsamen Wachstumsprozesses. Aber nur so bekamen wir eine Teamarbeit der jeweils Besten.
 
Auf die ein oder andere Weise drückt dieses ganze Netzwerk seine Liebe und Wertschätzung zur Musik und zur Person Karl Amadeus Hartmanns aus. Seine Persönlichkeit, sein Wirken und seine Musik bilden das Zentrum der Kreise – von ihm gehen letztendlich die Energien und Impulse aus!
Das war die zweite große Aufgabe.
 
Die dritte betrifft die Aufgaben der Zukunft. Die finanzielle Gesundung und die wissenschaftliche Erarbeitung und Archivierung waren gleichsam die Hausaufgaben, die Basis, die es zu schaffen galt.
 
Karl Amadeus Hartmann war einer der bedeutendsten Symphoniker des 20. Jahrhunderts und (quasi nebenbei) auch Gründer und Leiter der „Musica-Viva“-Konzerte. Völlig uneigennützig war er aber auch Vater, Beschützer und Streiter für eine ganze Komponistengeneration. Zu ihr gehörten so diverse Geister wie Hans Werner Henze, Luigi Nono, Dallapiccola, Maderna, Messiaen.
Er verstand es nicht nur verschiedene Komponistengenerationen zueinander zu führen sondern brachte auch die bedeutendsten Maler (Miro, Cocteau, Zimmermann, Manzù, Vedova, Le Corbusier, Marini), in die Gestaltung der Programme ein. Programmheft und Programm entsprangen der gleichen künstlerischen Idee und selbst für heutige Betrachter ist die Synergiewirkung spürbar.
 
Künstler und Interpreten zusammenzubringen, ihnen Wertschätzung zu zeigen und ihnen eine familiäre Atmosphäre zu bieten, ist auch mein Ziel.
 
Meine von Hartmanns Musik „infizierten“ Dirigentenkollegen (wie z.B. Fabio Luisi, Lothar Zagrosek, Ingo Metzmacher, Lorin Maazel, Christoph Poppen, Marek Janowski) oder Solisten (z.B. Isabell Faust, Julia Fischer, Ingolf Turban, Thomas Zehetmair, Heinz Holliger, Siegfried Mauser, Benedikt Koehlen) sind in der ganzen Welt unterwegs – aber sie sollen die familiäre „Wärme“ und ein Gefühl der Zugehörigkeit spüren. Sie sollen wissen, dass man ihr Engagement wahrnimmt, wertschätzt und unterstützt.
 
Die weiteren zwei Schwerpunkte sind Ausstellungen und Jugend/Schulprojekte.
Für mich sind Ausstellungen zu Leben und Werk Karl Amadeus Hartmanns zur Vermittlung seiner Bedeutung in der Musikgeschichte fast ebenso wichtig wie die Konzerte an sich. Kein Programmheft kann so direkt, informativ und intensiv den Besucher ansprechen wie eine Ausstellung – ja, sogar ein aussagekräftiges Foto, betrachtet während des Wartens am Prosecco-Tresen, kann mehr bewirken als der ausgefeilteste Text. 
 
Egal ob eine Ausstellung in einem Opernhaus oder Konzertsaal stattfindet: man muss sich auf die jeweiligen örtlichen Gegebenheiten einlassen und die Psychologie des Betrachters mit einbeziehen. Was fordert das „Auge“? Was hat wo welche Wirkung? Das finde ich spannend und hat mich, als weitere Facette meiner Arbeit, gereizt und bereichert.
 
Es gibt deshalb keine feststehende Ausstellung, die von Ort zu Ort wandert. Jede Örtlichkeit und jedes Programm fordert eine ganz individuelle Herangehensweise. Das ist ein kreativer und progressiver Prozess, der jedes Mal zu anderen Ergebnissen führt.
 
Hartmann-Ausstellungen werden aber nicht nur mit Musikereignissen kombiniert. Zukünftig sollen sich Leben und Werk Karl Amadeus Hartmanns verstärkt den anderen Kunstgattungen öffnen. Was mit „Blick zurück nach vorn“ begonnen hat, soll hier seine Fortsetzung finden: die Ausformungen, Auffassungen und Erlebniswelten gemeinsamer Themata zwischen den Künsten.
 
Sehr am Herzen liegen mir Schulprojekte. Mit meinem siebenbürgischen Csik Chamber Orchestra werden wir im kommenden Jahr im Juni/Juli und im Oktober Schulen (zunächst an Gymnasien) in Rosenheim, Bamberg, Murnau, Wasserburg, Raubling und München zu Gast sein. Es soll auch ein Zeichen sein, dass wir zu den Schülern kommen und in deren Umgebung Ausstellung und Gesprächskonzert erlebbar machen.
 
Des Weiteren ist nun einmal Fakt, dass immer mehr Musikunterricht in allen Schulsystemen ausfällt und Schüler nicht selbstverständlich mit bildender Kunst und Musik in Berührung kommen.
 
Für das Aufrauhen, das Bewusstwerden und Offenlegen von Themata, menschlichen Empfindungen, geschichtlichen Realitäten, sind nun einmal die Künste ideales Medium. Dinge werden angesprochen ohne ausgesprochen werden zu müssen.
Gerade der Künstler Karl Amadeus Hartmann, der in der Zeit des Nationalsozialismus den Weg der „Inneren Emigration“ gewählt hat und in Widerstandsgruppen aktiv war, ist für diese Art von Projekt das Ideal per se. Da wird Geschichte und die Lebens-Notwendigkeit der Künste erlebbar und nach innen erfahrbar.
 
Selbstverständlich ist auch der direkte Kontakt mit den „Profis“ des Orchesters eine wichtige Komponente. Partiell wird es Probenprojekte geben, in denen das Orchester, gemeinsam mit Schülern und mir, ganz praktisch an einem Satz gearbeitet wird. Ein gemeinsames Musizieren und Erarbeiten ist ein ungleich intensiverer Eindruck als das bloße Theoretisieren.
 
 
Zum Abschluss:
 
Meiner Meinung nach ist die unbedingte Identifikation mit dem, was man tut, die Grundvoraussetzung für den Erfolg. Das ist die Leitlinie für mich als Dirigent und Künstler, wie auch für alle anderen Tätigkeiten. Nur dann kann man andere Menschen innerlich berühren, sie begeistern.“
 

 

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"Blick zurück nach vorn"

Eine Konzertreihe mit Musik der Moderne im Dialog
mit der Bildenden Kunst

 

Kairos Ensemble
Andreas Hérm Baumgartner
(Dirigent)

Thema und Ziel der Konzertreihe

„Warum ist Neue Musik so schwer zu hören?“ –  1957 griff der Münchner Komponist Karl Amadeus Hartmann diese Frage auf und widmete dem Thema einen gleichnamigen Essay. Liest man Musikkritiken oder Biographien aus der Zeit 1910 bis 1920, begegnet man bereits dieser Frage. Man muß nur einen Blick in die heutigen Konzertsäle und Programme werfen, um festzustellen, wie akut die Problematik auch in der Gegenwart noch ist.

Aber wo liegen die Gründe dafür? Zweifellos wird die Frage immer dort zu hören sein, wo etwas Neues, Noch-nie-Dagewesenes, Revolutionäres gewagt wird. Gerade in den Anfängen des letzten Jahrhunderts stoßen wir auf in jeder Hinsicht umwälzende Entwicklungen, die zu einer in vorigen Epochen nie dagewesenen Stilpluralität, ja geradezu einer Stilexplosion führten.
 
Jahrhundertelang geltende musikalische Gesetzmäßigkeiten, wie z. B. die Tonalität, lösten sich in wenigen Jahren in Luft auf und wurden durch neue ersetzt. Die Musik wurde in fast allen Parametern komplexer und erschwerte so die Rezeption. Denn gerade die Fülle an Ungewohntem  überfordert  unser Ohr und lässt uns „erschlagen“  und ratlos zurück.

Extremes wagende Künstler dürfen und sollen ihren Weg gehen, ohne auf Reaktionen Rücksicht nehmen zu müssen. Seit dieser Zeit kam es zwischen Komponisten und Zuhörern nicht wirklich mehr zu einem Prozess gemeinsamen Wachsens und Verstehens, ja eigentlich bis heute. Es wäre die Aufgabe der Interpreten gewesen, Spannungen abzubauen, Offenheit zu erzeugen und die Menschen immer wieder zu dieser Musik hinzuführen.


Zeitgenössische Musik ist wichtig, sie bespiegelt das aktuelle Leben, wirft Fragen auf und bietet im besten Fall Lösungen an. Wir werden aber ihren Ausdruck und ihre Botschaft erst dann tiefer verstehen können, wenn ihr Eingebundensein in die musikalischen Entwicklungen der vergangen Jahrzehnte erfahrbar wird. Auch hier gilt: nur, wenn man um die Vergangenheit weiß, kann man in der Gegenwart ankommen und für die Zukunft offen sein.

Dieser Satz könnte als Motto über der Konzertreihe „Blick zurück nach vorn“ stehen und macht deren Sinn und Zweck deutlich. Da auch ich als Künstler genauso wenig mit der Musik des 20.Jahrhunderts aufgewachsen war, verstand ich die Probleme vieler Musikinteressierter beim Hören dieser Musik nur zu gut.

So kam mir die Idee, all dies zum Thema einer Musikreihe zu machen, die einen Bogen zurückschlägt und die wichtigsten musikalischen Strömungen des 20. und 21. Jahrhunderts gleichsam fokussiert und nachvollziehbar macht. Die Programmauswahl erfolgt dabei unter zwei Gesichtspunkten: Zum einen soll durch die Kombination von Werken verschiedener Komponisten die Stilvielfalt in einem bestimmten Zeitabschnitt zur Geltung kommen, zum anderen einer Stilrichtung und deren „Folgen“ durch andere Komponisten nachgegangen werden.

Fester Bestandteil der Konzerte sind auch kurze Einführungen des Dirigenten in die „Welt“ der Künstler, der Werke und deren Rezeption. In diesen ca. zehn Minuten wird mit persönlichen Worten versucht, eine Atmosphäre der Offenheit zu schaffen und so einen individuellen Zugang ermöglichen.

Meines Erachtens spielt auch die Beschaffenheit des Konzertsaals eine wichtige Rolle für die Aufnahmefähigkeit. Deshalb ermöglicht die Größe der gewählten Säle eine räumliche Nähe zwischen den Ausübenden und dem Publikum, so dass das „Musik-Machen“ zu etwas physisch Erlebbaren werden kann.

 

Geschichte der Konzertreihe

In vielen Ausstellungen und Museen mit Kunst der „Moderne“ konnte ich beobachten, mit welcher Neugierde und welchem Verständnis eine große Zahl von Besuchern auf Werke der Bildenden Kunst zugeht. Gerade, wenn man dagegen die Schwierigkeiten stellt, die viele Menschen offensichtlich mit Musik aus der gleichen Entstehungszeit haben!

Als ich im Jahr 2000 das Konzept für meine Konzertreihe erarbeitete, kam mir diese Erfahrung wieder in den Sinn: Das Visuelle als „Hilfestellung“  für unser Ohr. Was lag da näher, als direkt in Ausstellungsräumen zu musizieren?

 Schließlich konnte ich unter den Münchner Museen die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen, genauer gesagt die Neue Pinakothek als Partner dazu gewinnen. Hier und im Jahr 2002 in der neu geschaffenen Pinakothek der Moderne fand ich wunderbare Bedingungen vor. Wir konnten nun die beiden Künste (und beiden Sinne) zusammenführen, und dem Publikum als auch uns Ausführende neue und ungewöhnliche Blickwinkel und Bezugspunkte ermöglichen. Für jedes Konzert und jedes Thema suchte ich den dazu passenden Ausstellungsraum.

Für beide Seiten barg die Situation etwas Neues. Die Pinakothek hatte noch nie selber als Veranstalter oder Co-Veranstalter einer Konzertreihe fungiert, so dass wir zunächst finanzielle Möglichkeiten schaffen mussten. Das von mir neu gegründete Kairos Ensemble (erlesene Solisten des legendären Bayerischen Staatsorchesters) und ich spielten fast ohne Gage, aber das war für uns zunächst nicht so wesentlich.

Bis heute versuche ich, Werke von (oft durch Terrorherrschaft und die beiden Weltkriege bedingt) fast in Vergessenheit geratenen Komponisten ans Licht zu holen und sie zum Leuchten zu bringen. Gerade unter den so genannten Theresienstädter Komponisten konnten wir wunderbare Stücke unserem Publikum vorstellen, oft als Münchner oder deutsche Erstaufführungen oder sogar als eine der ersten Aufführungen weltweit.

Die Größe der Besetzung schwankt dabei je nach Werk zwischen fünf bis 15 Musikern. Die meisten der gespielten Werke haben so ungewöhnliche Besetzungen, dass man sie nicht direkt zur Kammermusik und auch nicht zur sinfonischen Literatur zuordnen kann. Viele wichtige Kompositionen blieben deshalb im kulturellen Leben ungespielt, so dass es mir gelungen ist, mit dieser Konzertreihe eine Lücke zu schließen.

Zu Beginn der Saison 2004/2005 möchte ich der Konzertreihe „Blick zurück nach vorn“ wieder neue Impulse zuführen. Wir verlassen die Pinakothek der Moderne und lassen uns auf die festliche Atmosphäre von Schloss Nymphenburg ein. Der dortige Hubertussaal stimmt mit seiner schlichten und klassischen Schönheit alle Besucher darauf ein: Der „Festschmaus“ ist die Musik!

Die Musik als essentiell notwendiges, prall-lebendiges, das Leben in all seinen Facetten bespiegelndes Elixier. Gespielt wird aber nicht harmlose Galamusik, sondern weiterhin die oben charakterisierte schwierige und besondere Musikliteratur. Jedes Jahr wird ein anderes Motto oder Thema die vier Konzerte prägen und zur Beschäftigung damit einladen.

 

Programmidee der Saison 2004/05

Im Mittelpunkt der Konzertsaison 2004/2005 des Kairos Ensembles unter dem Dirigat von Andreas Hérm Baumgartner stehen Persönlichkeit und Werk des bedeutenden Münchner Komponisten Karl Amadeus Hartmann. Durch das Einbeziehen von Musik des 19. Jahrhunderts bis zur Gegenwart entsteht ein spannender Dialog, der den Rang Hartmanns, aber auch Entwicklungen der Musik des vergangenen Jahrhunderts verdeutlichen soll.

Denn nur, wer um die Vergangenheit weiß, kann in der Gegenwart ankommen und für die Zukunft offen sein.

Fester Bestandteil der Konzerte sind auch einführende Worte des Dirigenten in die Welt der Komponisten, der Werke und deren Rezeption. Mit persönlichen Worten wird versucht eine Atmosphäre der Offenheit zu schaffen und einen individuellen Zugang zu ermöglichen.

Als Gast des ersten Konzertes gewährt der Sohn Karl Amadeus Hartmanns, Richard Hartmann, authentisch und stimmungsvoll Zuhörern wie Ausführenden faszinierende Einblicke in Herkunft und Jugend seines Vaters, aber auch seines Onkels Adolf. Einige Bilder des genialisch frühbegabten Malers Adolf Hartmann begleiten diese „Reise“ auf den Spuren des Komponisten durch alle vier Konzerte und runden so den Zyklus ab.

 

 Programm (2004/05)

 1.  Konzert am 18.11.2004


Erich Wolfgang Korngold: Sextett D-Dur
Karl Amadeus Hartmann: Symphonie Nr. 4

 

2.  Konzert am  24.02.2005

György Ligeti: Zehn Stücke
Johann Strauss (Sohn):     Fledermaus-Quadrille
                                                Frühlingsstimmenwalzer
                                                Morgenblätterwalzer
                                                Perpetuum mobile
                                                Pizzicato-Polka

Karl Amadeus Hartmann: Tanzsuite

György Ligeti:                       Sechs Bagatellen

 

3.  Konzert am 28.04.2005

Karl Amadeus Hartmann: Streichquartett Nr. 1 (erweiterte Steicher-Fassung)
Hans Pfitzner:                      Sextett op. 55
Wilhelm Killmayer:             Blasons anatomiques du corps féminin

 

 4.  Konzert am 23.06.2005


Richard Strauss:                Metamorphosen
Karl Amadeus Hartmann: Streichquartett Nr. 2 (erweiterte Streicher-Fassung) 

 

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Kairos Ensemble

 Das Kairos Ensemble hat seinen Stammsitz in München und wurde im Jahr 2001 von dem damals 25-jährigen Dirigenten Andreas Hérm Baumgartner gegründet. Es setzt sich aus Musikern des Bayerischen Staatsorchesters zusammen.

Bei wiederholten Assistenzen an der Bayerischen Staatsoper (Zubin Mehta, Ivor Bolton, Peter Schneider) konnte Baumgartner erste Kontakte zu Musikern dieses zu den renommiertesten Opern- und Konzertorchestern der Welt zählenden Klangkörpers knüpfen. 2000/2001 ließ sich sein Konzept zu einer neuen Art der Konzerterfahrung verwirklichen und er rief, mit den Bayerischen Staatsgemäldesammlungen als Partner, die Konzertreihe „Blick zurück nach vorn“ ins Leben. Sie hat die lebendige Vergegenwärtigung von Musik und bildender Kunst des 20. und des 21. Jahrhunderts zum Ziel und spricht gerade durch diese Gegenüberstellung mehrere Sinne der Zuhörer an.
 
Mit Hilfe von einigen der besten Musiker des Staatsorchesters gründete Baumgartner das Kairos Ensemble, das sozusagen als „Hausorchester“ fungiert und alle Aufführungen bestreitet. „Kairos“ bedeutet soviel wie „entscheidender Augenblick, günstiger Zeitpunkt“ und korrespondiert somit mit dem Anliegen der Reihe. Die Besetzung und Stärke des Ensembles richtet sich dabei jeweils nach den Bedürfnissen der einzelnen Programme und variiert  zwischen vier und fünfzehn Musikern. Zu Beginn der Saison 2004/2005 verlegt das Kairos Ensemble die Konzertreihe „Blick zurück nach vorn“ in einen neuen Veranstaltungsraum: den Hubertussaal des Schlosses Nymphenburg.
 

 

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More Projekts 

Projekte/Konzepte
 
 
  
 
„Blick zurück nach vorn“ (2002-2005)
 
siehe Anlage „Blick zurück nach vorn“.
 
 
 
 
Staatliche Unterstützung des Landes Bayern für die Saison 2004/2005 von „Blick zurück nach vorn“ (2002-2005)
 
 
 
Vorlesung an der Hochschule für Musik und Theater München: Institut für Internationales Kulturmanagement (2005)
 
Thema: Erfahrungen über eine erfolgreiche Konzertreihe mit zeitgenössischer Musik
 
Idee – Entwicklung eines Grundkonzeptes – Zielsetzung
Des Pudels Kern: Konzipieren der Programme
Finanzierung (Kostenaufstellung, Kostenfinanzierung, Sponsoring, Förderung durch öffentliche Hand, Stiftungen, private Förderung)
Werbung/Marketing
Medien
Publikum
 
 
 
 
Erarbeitung eines Konzeptes für die „Fugger Classics“ (2005)
 
Graf und Gräfin Fugger von Glött kamen auf Empfehlung auf mich zu, da sie eine „Rundumerneuerung“ und Neuausrichtung ihres(r) Festivals/Konzertreihe „Fugger Classics“ anstrebten. Das Festival sollte zwischen „Bayreuth und Salzburg“ positioniert werden. Im Marketingbereich gab es wenige Möglichkeiten der Optimierung, wohl aber im Künstlerischen und in der Gesamtwirkung.
 
Ich habe alle Bereiche durchleuchtet und versucht, jeden einzelnen lebendig werden zu lassen und sie zu einem großen Ganzen – einem wirklich lebenden Organismus – zu formen. Keine willkürliche Auswahl der Solisten und Programme, sondern die Dinge in Beziehung setzen.
 
Erstklassige junge (z.B. Daniel Müller-Schott) und arrivierte Künstler (z.B. Sabine Meyer), deren Instrumentalklang und Programme auf einander abgestimmt sind und so eine ganze Saison zu einer Einheit verschmelzen lassen.
 
Nach verheißungsvollen Anfängen habe ich mich aus dem Projekt zurückgezogen, da es große Generationenkonflikte und unerbittliche Erbstreitigkeiten zwischen Graf und Gräfin Fugger auf der einen und der Fürstin Fugger auf der anderen Seite gab.
 
 
 
Zukunftskonzept für die traditionsreiche „Philharmonia Hungarica“ (2007)
 
 
 
 
Konzepte für neuartige und zukunftsorientierte Kinder-, Jugend- und Familienkonzerte (2007, 2009)
 
u. a. für die „Südwestdeutsche-Philharmonie-Konstanz“, Csik Chamber Orchestra und die Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft (siehe dort).
 
 
 
 
 
Kalmar Chamber Orchestra (Schweden, 2007)
 
Alle Konzepte für dieses Orchester mündeten schließlich in die Gründung eines neuen Süd-Ost-Schwedischen Symphonieorchesters (siehe unter „Neuestes Projekt“)
 
 
 
 
Csik Chamber Orchestra (seit Febr. 2008)
 
Seit 2008 bin ich Chefdirigent des Csik Chamber Orchestras. Dieses Orchester ist inzwischen zum „Sammelpunkt“ für die besten Solisten Siebenbürgens geworden. Es vereinigen sich hier Musiker der jüngeren Generation (zwischen 20 und 35 Jahre), die trotz ihres jungen Alters schon als Professoren unterrichten oder führende Positionen in Orchestern einnehmen.
 
Zu mehreren Arbeitsperioden im Jahr kommen wir zusammen, um fern aller Routine Werke vom Barock bis zur Gegenwart zu erarbeiten und aufzuführen. Durch die gemeinsame Arbeit (auch an der Struktur des Orchesters) hat das Orchester schon jetzt eine Qualität erreicht, die zwei einwöchige Tourneen in Deutschland (Juni/Juli und Oktober 2010) möglich machen.
 
Neben „normalen“ Konzerten werden wir in Zusammenarbeit mit der Karl-Amadeus-Hartmann-Gesellschaft auch fünf Gesprächskonzerte in Schulen geben. Hier sollen vor allem die Themata „Künstler im Dritten Reich“ und „Exil -- Innere Emigration“ im Mittelpunkt stehen. Zusätzlich arbeite ich gemeinsam mit ausgewählten Schülern und dem Csik Chamber Orchestra an einem Satz eines Hartmann-Werkes.
 
Auf diese Weise – also selbst gespielt – entsteht ein eindringlicherer Zugang zur Musik und zur Thematik. Gleichzeitig ergibt sich für die Schüler die Möglichkeit zum kennen lernen und zum Austausch mit professionellen Musikern.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
CYBELERECORDS „Künstler im Gespräch – Karl Amadeus Hartmann und das Streichquartett sowie Aufnahmen mit den Originalstimmen der Familie Hartmann“ (August/September 2009)
 
 
 
 
Neuestes Projekt (2010):
 
Gründung eines neuen Symphonieorchesters in Süd-Ost-Schweden.
 
In Süd-Schweden gibt es nur im Westen Symphonieorchester oder Philharmoniker (z.B. Malmö, Göteborg). Nach dem ersten Konzert mit dem Kalmar Chamber Orchestra lernte ich die Menschen und die Gegend kennen und musste erstaunt feststellen, dass es auf Grund dieses Mangels keine wirkliche Konzerttradition gibt – vor allem nicht in den „Köpfen“.
 
Diese Situation hat mich gereizt. Prägen, den Dingen eine Bedeutung geben, Menschen innere „Nahrung“ zu geben – das ist doch die eigentliche Aufgabe für uns Künstler und Kulturschaffenden.
 
Es war anfangs nicht ganz leicht, sich auf die doch ganz andersartige Mentalität einzustellen. Aber jetzt habe ich ein wunderbares Team gefunden, das mit mir an einem gemeinsamen Ziel arbeiten: Süd-Ost-Schwedische Philharmoniker (noch Arbeitstitel) mit Sitz in Kalmar.
 
Das Orchester wird sich aus drei kleineren regionalen Orchestern zusammensetzen und – an der Spitze und an den ersten Pulten - die Musiker eines der international renommiertesten Kammerensembles: der „Sinfonia Nordica“.
 
Entscheidend für die nächsten Schritte sind nun die ersten Konzerte. Ende März und Anfang April 2010 werden die ersten Aufführungen von Dvoraks „Stabat Mater“ an verschiedenen Orten Südschwedens stattfinden. Ein sehr schwieriges Werk – aber eines, das ein kreatives Zusammenwachsen möglich macht.
 
Sollte es gelingen, werden zunächst zwei bis drei Programme (mit jeweils mehreren Aufführungen) pro Jahr angestrebt. Hinsichtlich der Finanzierung wird eine Mixtur angestrebt, bestehend aus öffentlichen Mitteln der Stadt, der Region, der Kirche, privater Geldgeber und Sponsoring.
 
Letzteres ist dort in Sachen Kultur neu und wird deshalb einen längeren Prozess nötig machen. Unabdingbar werden dafür CD-Mitschnitte des ersten Konzertes sein. Eine Medienpartnerschaft mit regionalen und überregionalen Zeitungen, Radio etc. werden weitere Anreize schaffen.
 
 

 

 

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